Temporäre Aktivierung

Jetzt dachte ich mir der Hexagon-brunnen als temporäre Kunstaktion vor und mit dem Neuen Museum wäre schon ziemlich schnarchi gewesen. Diesen Winter gings aber noch mal richtig los vor dem Neuen Museum.

CLOUDS! Eine Schneekanone soll bunten Schnee produzieren.

„Bei dem Projekt CLOUDS geht es mir letztlich darum, mit einem minimalen Eingriff, dem Hinzufügen von Farbe in der Wasserzufuhr der Schneekanonen, das ambivalente Verhältnis von Natur und Künstlichkeit sichtbar zu machen.“ Philipp Messner, Künstler

Streberkunst. Leider funktioniert der Spaß erst ab 3 Grad minus. Und das kommt doch ziemlich selten in der Nürnberger Altstadt vor. Also seit dem das Ding steht bisher garnienicht.

Und wiedermal peinlich für die Nürnberger, das Ding gabs ein Jahr zuvor in München und da hats halt auch noch funktioniert, künstlerisch wie temporär. Nix gegen temporäre Kunst im öffentlichem Raum, der Brunnen vom Herrn Hein war wenigsten eine Erfrischung im sommerlichen Altstadtmief.

Für das komplette Elend sollte man unbedingt die Links klicken. Das Kunstprojekt in voller Pracht:

Foto: Yael Wagner, 2017

Temporäres Kunstprojekt von Philipp Messner, 2017

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5 Gedanken zu “Temporäre Aktivierung

  1. Der „Schwurbelschwatz“ (noemix) der Woche : „CLOUDS beschäftigt sich zudem mit unserer Wahrnehmung von Räumlichkeit und Materialität, auf einer skulpturalen Ebene mit der Frage nach dem Zustande­kommen von Materie in ihren verschiedenen Aggregatzuständen. Im Material des Schnees lassen sich diese Prozesse fast modellhaft abbilden. Zunächst lediglich partikelhafter Wasserstaub, sedimentiert sich der tosende, farbige Eisnebel letztlich zu einem begehbaren Feld und lässt einen realen Raum entstehen, der von den Betrachtern körperlich erlebt werden kann.

    Die Prozesshaftigkeit, aber auch der Aspekt des Ephemeren und Nicht-Steuerbaren sowie die Kunst der Verführung sind Bestandteile dieser temporären Installation.“ (Philipp Messner)

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  2. Hm, also ich weiß nicht. Als ob Kunst vorrangig was mit Farbe zu tun haben muss. – Lässt man mal beiseite, dass es erst am -3 C und deshalb in Zeiten globaler Erwärmung gar nicht funktioniert, wäre es doch DIE Chance gewesen, endlich der Kochkunst den Weg in die heiligen Hallen zu bereiten und den Schnee zu aromatisieren, statt ihn zu färben. Scharen von Schneeverkostern wären zwar auch vergänglich aber doch auch ziemlich unvergesslich.

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    1. mir gefällt die idee, daß scharen von schneeverkostern mit löffeln in der hand an den unzähligen eisdielen vorbei pilgern um aromatisierten schnee zu essen.
      und das mit der kunst und dem kochen wird am städel (oder wurde? bin nicht up to date) schon praktiziert. ist halt schon immer temporär gewesen die kochkunst.

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      1. Löffel und Eisdielen. Man kann es den Schneekunstrezipienten natürlich auch komfortable einrichten. Ich fürchte,, meine eigene Phantasie offenbarte da das Quäntchen Boshaftigkeit in meinem Quarakter. Ich stellte mir eher Verkoster vor, die sich in allen erdenklichen Posen bücken und beugen, die besonders kunstsinnigen auf den Knien den Schnee mit der Zunge direkt vom Boden … Nun ja, generell eine noch nie dagewesene Würdigung von Schnee. Endlich! Denn wer weiß, wie lange es überhaupt noch welchen gibt, wenn nicht einmal Schneekanonen ihn bei jeder beliebigen Temperatur produzieren können.

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