Aua, autsch, Wohnzimmerkonzert und Reklame

Vor kurzem erhielt ich eine Einladung von einem alten Schulfreund. Wir lernten uns im Sommer 1980 kennen. Wir waren Nachbarskinder und trafen uns das erste mal in einem Kindergarten-Garten, gegenüber meiner Haustüre. Bernd und vermutlich 2 Mädchen – so genau kann ich mich nicht mehr erinnern – waren mit einem Brett und ein paar Backsteinen beschäftigt. Sie hatten so etwas wie eine Wippe gebaut. Ich kam dazu. Als Neuling musste ich mich natürlich ins Spiel bringen und brillierte mit der Idee, daß man ja mit der Wippe auch einen der Backsteine katapultieren könne.

Gleich der erste Backstein landete auf Bernds Kopf und wir waren Freunde. Wenn ich es so recht überlege hatten wir während unserer gemeinsamen Grundschulzeit viel Freude am Schleudern, Katapultieren und Rampen bauen  – aua, autsch scheint unser Motto zu sein. Auch nachdem ich nach Bad Aibling gezogen war hielten wir Kontakt und fanden ein neues gemeinsames Interesse: Gitarre spielen. Wir jammten bis die Finger bluteten oder die Geduld von Bernds Eltern erschöpft war. Bernd verliebte sich derart in das Instrument, dass er das Gitarrenspiel schließlich studierte und sich erneut verliebte.

Natürlich in eine Gitarristin: Radmila Besic

„Lieber Christian, besonders möchte ich Dich am Sonntag, den 21. Oktober um 19 Uhr zum nächsten Konzert der Kammermusikreihe Radmilas Wohnzimmerkonzert ins Ars Musica, München einladen. Seit langem schon wollte ich dort einen Gitarren-Duo Abend anbieten. Jetzt ist es endlich so weit. Den Gitarristen und Komponisten Alexander Stöhr schätze ich schon seit Studienzeiten als Kammermusikpartner. Immer wieder haben wir gemeinsam erlebt: Nur zwei klassische Gitarren klingen besser als eine. Mit sorgfältig ausgewählten Kompositionen von Tschaikowski, Domeniconi, Carulli, Machado, Pujol und Cimarosa werden wir sicher einen schönen gemeinsamen Abend genießen.
Wir freuen uns auf Dich und natürlich auch auf alle Freunde, Verwandten und Bekannten von Dir.“

MeinFreund schickte mir auch die Einladung als pdf und schrieb dazu:
„Aua … Autsch … (ich bereite mich schon auf die Reaktion auf den Flyer vor) ; – )“

Die Musik ist zum Glück keineswegs autsch.
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2 Gedanken zu “Aua, autsch, Wohnzimmerkonzert und Reklame

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