I feel love — alte Knacker Discospaß

Vor 2 Wochen wurde ich wieder Bibliotheksausweisbesitzer der Stadtbibliothek Nürnberg, der letzte Bibliotheksausweis war von 1982. Nachdem ich mich mit einer Disco-compilation (sowas wie ein Mixtape eine Playlist auf Audio-CD) plage und mir kein rechtes Cover einfallen will, dachte ich mir: „Schauste mal in der Stadtbibliothekwir öffnen Welten!

In der Musikabteilung fand ich ersteinmal nichts. Eine freundliche Bibliothekarin kramte im Computer und fand ganze 3 Bücher. Eines behandelte den Funk (aber ich will doch Disco!), ein Bildband befand sich in einer Schulbibliothek (zu faul) und zu guter letzt: Thomas Hermanns für immer d.i.s.c.o.

Beim Betrachten des Bucheinbandes fiel mir wieder ein, warum sich Disco stets meiner Wahrnehmung entzog, dennoch lieh ich mir das Buch aus. Und wurde belohnt! Wie man lesen kann, wuchs Thomas Hermanns in Nürnberg-Langwasser (!) auf. In Zeiten als seine pubertätsfusseligen Klassenkameraden es wohl eher mit Rock (Uriah Heep) hatten (wie ich damals auch).

Hermanns (Domas) beschreibt nicht nur die üblichen Verklemmungen, diskutierfreudiges Musikgenerde, nein, auch die Initiation in Nürnbergs schwule Kultur—Fliederlich (1980!), mit dem üblichen Vereinswahnsinn und der Sonnnigen Pfalz „etz komm halt rein!“, die böse Subkulturdisco. Da konnte ich nochmal was über meine Stadt lernen. Viele Interviews mit Heldinnen und Helden der Discomusik und lustige Disco Fun Facts machten die Lektüre kurzweilig, auch meine Disco-Playlist hat nun ein paar Titel mehr.

Auch sonst ist das ein prima Buch mit Gold- und Silberdruck. Satz und Layout sind ein bisschen spießig, was ganz gut zum Thema passt. Jetzt: Do the Hustle! „…zu einem heiteren Tipp.“

Wir versetzen uns in Discostimmung:

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Mir Disco ein wenig genauer anzuhören, kam durch ein Video der Blue Man Group mit Venus Hum (Rock!), das ich beim Musikstöbern im Youtube serviert bekam. Nach einer kurzen Titelrecherche, dachte ich mir, Giorgo Moroder kennst du doch auch irgendwo her—Interview auf dem Daft-Punk-Album Random Access Memories und  Donna Summer kennst du doch auch (Elternvinyl): I feel love!

und Donna Summers Original die 12″ Version:

Ein Beitrag mit vielen Ausrufezeichen! Enjoy!

 

14 Gedanken zu “I feel love — alte Knacker Discospaß

    1. die könnens schon und venus hum ist ne granate, allerdings finde ich mittlerweile die donna summer/moroder version viel lässiger. ich höre das ziemlich laut von cd gespielt–i feel love!

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    1. vor allem die latexjungs! lol noch ne gute nummer, donna summer: love to love you, baby… mit den 2 songs kann man auf der party im gemeinschaftskeller fast schon den ganzen abend bestreiten. erdnussflips und halbtrockenen weisswein und fabersekt, naja und ein bisschen nudelsalat:) heat’n’eat, wo das so schön im blogtitel hast!

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  1. Auf Thomas Hermanns bin ich leider nicht gut zu sprechen. Nach eigenem Bekunden hat er die Comedian-Szene in Deutschland etabliert und manche Sumpfblüte gefördert wie zuletzt Chris Tall (lies: Kristall), der inzwischen Riesenhallen füllt mit dem einen Witz: „Ich bin ein dicker Junge“ aber hey, ich steh dazu! Bei all den unlustigen Vögeln wünsche ich mir, was die Titanic mal behauptete: Die Spaßvogelgrippe möge grassieren. Über Donna Summer nichts Schlechtes. Mir fällt noch Penny McLean geborene Gertrude Wirschinger von den Silver Convention ein, weils just im Radion lief. Heute ist sie gläubige Numerologin.
    https://trittenheim.wordpress.com/2017/06/17/ich-und-mein-innerer-diskjockey/

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    1. in nürnberg langwasser loszulegen fand ich ziemlich gut. und es ist eine wirklich amüsante lektüre und gertrude wirschinger kommt auch zu wort (oder wird als silverconvention gefeiert). thomas hermanns und disco gleichermaßen sind indiesem fall völlig unkritisch. und damit auch genau wonach mir gerade ist. die spaßvögelgrippe wünsche ich mir auch des öfteren (heute nacht z.b., da gabs nuhr und nix gutes, wohl eine wiederholung), dennoch: do the hustle! you will feel it. und um mit den worten des ombudsmannes zu schließen: servus! nein, liebe grüße aus dem spassundfungulag:)

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      1. Ganz deiner Meinung. Nuhr, „der humoristische Arm der Pegida-Bewegung“ ( Volker Pispers) Nuhr auch nur eine Minute zuzuhören, macht mir schlechte Laune.
        Lieben Gruß
        (A propos „Servus“ Als Nordlicht kenne ich mich nicht damit aus. Am Starnberger See war ich mal in Kur als einziger Nichtbayer. Als ich den Waschmaschinenraum aufsuchen wollte, da habe ich vor der Tür tief Luft geholt, bin eingetreten und habe ein forsches „Servus“ in die Runde der waschenden Bayern beiderlei Geschlechts geschmettert. Mein „Servus!“ hatte sich buchstäblich gewaschen, weil nämlich einer sagte: „Oha! Do kimmt dea Chef!“)

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    1. je nachdem, vielleicht wars ja ganz gut 😉 mir fiel auf, dass disco schon recht deutsch ist. ilja richters discofernsehshow passt da zeimlich gut ins bild! vielleicht hat der auch ein discobuch geschriebenmuss ich mal gucken.

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