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wikipedia schreibt zum suchbegriff „hamsterkäufe“:

Hortung (abgeleitet von „Hort“), umgangssprachlich auch Hamstern genannt, bedeutet, Nahrungsmittel, Kleidung oder andere Konsumgüter, Geräte und Sachen über den Eigenbedarf (Verbrauch bzw. angemessene Abdeckung des Wiederbeschaffungsrisikos) bzw. die zum Ausgleich schwankender Verfügbarkeit (jahreszeitlich bedingter Ernte, saisonaler Verfügbarkeit oder nur gelegentlicher Beschaffungsmöglichkeit) nötige Speicherung hinausgehend zu bevorraten. Die vorbeugende Anlage von Notvorräten zu Zeiten guter Versorgungssituation ist hierbei grundsätzlich eine positive Maßnahme der Risikobegrenzung für Notzeiten mit unzureichenden Beschaffungsmöglichkeiten (z. B. Hungersnöte); sie wird daher auch staatlicherseits empfohlen.[1] Umgekehrt ist die Anlage von Vorräten in Zeiten unzureichender Versorgung im Regelfall negativ zu bewerten, da sie dringend benötigte Güter dem Zugriff anderer Mitbürger entzieht und zu einer zusätzlichen Verknappung führt. Heutzutage hat die Benutzung des Wortes horten meist eine leicht abwertende Konnotation.

heute morgen war ich bei meinem biosupermarkt gegen 11 mal schnell eine kleine milch fürs atelier kaufen. instantkaffee ohne ein paar tröpfchen milch muss nicht sein. meine kleine milch bekam ich, auch wenn ich es nicht mehr gewohnt länger als 10 minuten an der kasse schlange zu stehen. am nachmittag war ich dann nochmals für zu hause einkaufen. tofu, alle. brot, alle. geflügel, alle. milch gabs noch. nudeln und toilettenpapier auch. aber sich derart einzuscheißen, wegen diesem windigen virus? natürlich ist man brav, wäscht sich regelmäßig die hände, knutscht seine mitmenschen nicht mehr ab, lässt seine kinder zu hause und verschont die immunschwächelnden alten mit der brut, zettelt keinen aufstand an, weil rockkonzerte ausfallen oder der neue bond erst im herbst ins kino kommt, bricht nicht heulend in der apotheke zusammen, weil es keine schutzmasken mehr gibt – selbst die vom baumarkt sind alle.

nein, alles geht gesittet zu. dennoch riecht alles nach panik. börse, die börse, die börse, unser schöner aktienindex! kein wachstum, schrumpfung – eigentlich eine angebrachte idee! die großen umweltverschmutzer und klimatreiber, wie fluglinien, tourismusintustrie, autoindustrie und reiseverkehr haben stark unter dem virus zu leiden – auch ohne virus mal zu hause bleiben.

plastikscham konnte ich keine feststellen – im gegenteil, „sonst muss man ja so viele lebensmittel wieder wegwerfen.“ so kommen die zu viel gekauften, weniger haltbaren lebensmittel direkt in den heimischen müll, die tafeln gehen zur zeit leer aus.

nachtrag: gestern war ich um ca. 16 uhr in meinem superbiosupermarkt, einmal abgesehen davon dass der parkplatz gut besuvt war, gab es kaum mehr etwas zu kaufen. nicht einmal eine handvoll ordinärer karotten bekam ich. weswegen ich heute kurz nach der öffnung selbigen laden aufsuchte, um zu beobachte, wie greise hinter paletten lauern, um angestellten die waren gleich von der palette wegzureissen. wenigtens bekam ich ein bisschen brot ab. mir graut vor morgen…

update

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