Handbuch für Jungs – Jos Houweling

Mehr oder weniger zufällig stieß ich auf Instagam auf Jos Houwelings Handige Jongensboek. Zu sehen war eine Seite mit Buchstaben. Vier Reihen Fotos mit gebastelten Buchstaben und handschriftlicher Beschreibung (alles kleingeschrieben, so wie ich das auch am liebsten tue). Die ersten Reihe zeigt Buchstaben aus Kaugummi, die zweite Buchstaben aus Papier geschnitten, die dritte zeigt Buchstaben aus in der Hand zerdrückte Schokolade und in der letzten Reihe ein Kind der die Rotze aus der Nase läuft und wie Wattestäbchen ein rotzepopel A gemalt wird.

Da war sofort klar, diese Publikation muss ich erwerben. Eigentlich sollte sie in jedem vernünftigen Haushalt mit männlichen Einwohnern eine Selbstverständlichkeit sein. Ich bin mir sicher, in den Niederlanden ist das so. Ich glaube darum machen die auch eine wesentlich frischere Typografie als hierzulande.

Kurzum, ich erstand ein relativ anständiges Exemplar über ein niederländisches Antiquariat. Auf dem Schmutztitel steht oben links, klein und handschriftlich: „het komt of het komt niet./es kommt oder es kommt nicht.“

Eine schöne Weisheit, eigentlich immer gültig und ein schöner Einstieg in wunderbaren Tipps und Tricks (ndt. Lifehacks) für Jungs. Nachdem ich des Niederländischen nicht mächtig bin, kann ich zur Sprache wenig sagen – ich glaube es ist voll witzig geschrieben. Überhaupt ist alles geschrieben, fotografiert und zusammengeklebt, vermutlich mit der Reprokamera auf Strichfilm gebannt und von einem geizigen Drucker in Belgien zusammengepfuscht.

Kann mal sehen, dass selbst das Gepfusche früher besser war:) Jetzt kann ichs kaum erwarten und muss mit dem Googleübersetzer Satz für Satz durchgehen.

jos houweling, handige jongensboek, uitgave ger van wulften, 1975 amsterdam. isbn 90.6012.303.4 lol

7 Gedanken zu “Handbuch für Jungs – Jos Houweling

  1. Das erinnert mich an die Zeit, als ich über die Geschichte der Luftfahrt recherchierte. Es gibt eine niederländische Seite, die Flugzeugabstürze an den niederländischen Gestaden dokumentier, sich aber wirklich unterhaltsam liest (man versteht ja mehr, als man zunächst meint), weil solche Unglücksfälle damals oft glimpflich ausgingen und in herrlich skurrile Situationen mündeten. – Ein schöner und sehr reizvoller Buchfund. Ich lasse meine Fantasie jetzt mal an dem „geizigen Drucker in Belgien“ knabbern.

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    1. auf den geizigen drucker kam ich, weil das schwarz eigentlich ein etwas dunkleres grau ist. ich hatte hier eine akzidienzien-druckerei ums eck, die hieß auch noch rumpel. die waren nett, aber der Chef, der die färbe gekauft hatte, hat leider immer gespart. da sah das schwarz auch gerne mal so aus. natürlich gibts da noch andere gründe, aber nerden ist mir grad zu anstrengen. schön von dir zu lesen übrigens!

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